Zeitung Heute : Wenige Wege führen nach Polen

Der Tagesspiegel

Cottbus. Starke Mängel im Verkehrssystem behindern die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Polen. So seien die Reisezeiten von Berlin und Dresden in das polnische Breslau zu lang. Reise- und Güterverkehr sei nur bei vergleichsweise hohem Zeitaufwand und zu hohen Kosten möglich, heißt es in einer Studie des Dresdner Instituts für ökologische Raumentwicklung. Die Ergebnisse der vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenen Arbeit wurden gestern in Cottbus vorgestellt.

Die Verkehrswege haben demnach gravierende Lücken – unter anderem im Autobahnnetz und bei den Bahnverbindungen. „Unzureichend ist bislang auch die Erreichbarkeit des Raums Cottbus-Forst aus Richtung Leipzig.“ Angesichts der nahenden EU-Osterweiterung ist es laut Studie dringend nötig, im Verkehrssektor die Voraussetzungen für eine engere wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland zu schaffen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Stephan Hilsberg (SPD), verwies in einer Mitteilung auf das Erreichte. So sei in diesem Jahr der Ausbau der Eisenbahnstrecke Dresden-Görlitz-Breslau vereinbart worden. Die Verbindung von Berlin und Dresden nach Breslau und weiter nach Kiew gehört zu den insgesamt zehn so genannten paneuropäischen Verkehrskorridoren. dpa

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