Zeitung Heute : Wenn es hallt und schallt

Gegen schlechte Akustik gibt es Abhilfe

Wohnen in Lofts oder ähnlichen Räumlichkeiten liegt nach wie vor im Trend. Betonwände, glatter Putz, riesige Fensterflächen und Steinböden sind typische Merkmale für diese moderne Architektur. Doch die angesagte Optik bringt nicht nur Vorteile mit sich. Denn in großen, spartanisch eingerichteten Räumen mit glatten Materialien hallen Stimme und Geräusche oft unangenehm nach.

Einfluss auf die Akustik hat besonders die Wahl des Fußbodenbelags. „Baumaterialien wie Beton, Glas, Putz und glatte Böden absorbieren nahezu keinen Schall“, erklärt Ernst Schröder vom Deutschen Teppichforschungsinstitut. Der Schall werde fast eins zu eins zurückgegeben. Unabhängig von den ausgewählten Möbeln und den Farben wirkt solch ein Raum für die Bewohner unangenehm. In Räumen mit wenig Schall-Reflexion werden dagegen positive Gefühle hervorgerufen. Stehen alle Möbel und es hallt trotzdem noch, hilft meist ein zusätzlicher Teppich. Das muss nicht unbedingt Auslegware sein.

Aber auch durch bauliche Veränderungen kann der Nachhall behoben werden. Als Lösung für große Räume und Lofts wären halbhohe Mauern denkbar, so dass verschiedene Wohnbereiche entstehen. Der Gesamtzusammenhang bleibt trotzdem erhalten, der Raum wird aber strukturiert.

Eine weitere Lösung sind Akustikdecken – in öffentlichen Gebäuden sind solche Decken oft als Platten mit runder Lochung eingebaut. Angeboten werden Akustikdecken heute aber auch ohne Löcher. Diese Systeme bieten sich in Privaträumen schon aus optischen Gründen an. dpa

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