Zeitung Heute : Wenn Kinder mit Phantasie protestieren

Simone Leinkauf

Ein ganz modernes Thema, verpackt in einem Kinderbuch: In Zeiten alleinerziehender und berufstätiger Eltern haben wohl viele Kinder schon einmal erlebt, dass ein Versprechen aus mütterlichem oder väterlichem Mund aus Zeitgründen nicht eingehalten werden konnte. Die Arbeit geht einfach vor: So ergeht es auch Marie, die sich auf ein verlängertes Wochenende am Meer freut. Doch Mama sagt kurzfristig ab: Sie muss für eine kranke Kollegin im Büro einspringen und kommt nicht einmal auf den Gedanken, dagegen Protest einzulegen. Marie dagegen schon: Das Mädchen fährt allein in die Stadt, um mit dem Chef ihrer Mutter über den freien Tag zu verhandeln.

In "Marie kann alles" erzählt Monika Feth von Maries abenteuerlichem Weg in die Stadt. Sie trifft einen Punker und einen Obdachlosen, ein musizierendes Mädchen mit Hund, einen schnöseligen Versicherungsbeamten und eine Dame aus dem Altersheim. Gemeinsam macht diese ungleiche Truppe sich auf, den Chef von Maries Mama zu suchen. Mit ihrem erfolgreichen Abenteuer ändert sich nicht nur Maries Leben, sondern auch das aller Beteiligten. Eine rührende kleine Erzählung zum Vorlesen und Selberlesen über beginnende Selbstständigkeit und den Mut, sich für seine eigenen Interessen einzusetzen.

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