Zeitung Heute : Wenn Studenten Hunger haben, essen sie nicht nur in der Mensa

Tilmann Warnecke

Studenten, die das Weckerklingeln regelmäßig überhören und mit leerem Magen in die erste Vorlesung hetzen, haben Glück: Rund um das Hauptgebäude warten zahlreiche Gastwirtschaften, die Kaffee und Frühstück zu erschwinglichen Preisen anbieten.

Zum Klassiker unter den uninahen Cafés, der „Deponie“ unter den S-Bahnbögen am Hegelplatz, pflegen viele Studenten eine Art Hassliebe: In einer rustikalen Einrichtung serviert die Bedienung mit ebenso rustikalem Tonfall, und dazu poltern S-Bahnen und Fernzüge im Minutentakt über die Köpfe hinweg. Das Frühstück „Armer Student“ macht diese Umstände mehr als wett: Ein belegtes Baguette samt Milchkaffee für 3,30 Euro.

Und spätestens mit dem Semsterabschlussumtrunk des ersten Proseminars betreten auch die Hochschüler das Lokal, die es bisher sorgfältig umgangen haben. Ähnliches gilt für das direkt daneben gelegene „Chagall“, das ein Frühstück für 2,60 Euro anbietet.

Die „Boese Buben Bar“ (Marienstraße 18) verschleiert mit ihrem Namen, dass ausgesprochen reizende Jungs und Mädchen den Kaffee servieren und das ganztägig angebotene Frühstücksbuffet ebenso wie die Tagessuppe nur 3 Euro kosten. Wer es etwas schicker mag, besucht das „Meyerbeer Coffee“ in der Universitätsstraße 2 (Latte Macciato zwischen 2 und 2,70 Euro).

Eine Abwechslung zum Mensaessen muss auch kein Vermögen kosten. Die Pizzeria „Die 12 Apostel“ unter den S-Bahnbögen nimmt von 12 bis 16 Uhr sechs Euro für eine Pizza, die dank ihrer Größe zwei Studenten sättigt. Der Inder „Buddha“ (Johannisstraße 9) rührt seine Currys ab 3,80 Euro an. Und bei einem Freiblock lohnt sich der Gang zur Großen Hamburger Straße 36: Die dortige Pizzeria „Berna“ kocht Pasta ab 2,50 Euro. Dazu kann man gratis Dozenten und Kommilitonen des nahe gelegenen Instituts für Kulturwissenschaften beim Mittagsplausch belauschen.

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