Zeitung Heute : „Wer arbeitet, lernt die Sprache“

Der Tagesspiegel

Frau John, Sie haben sich beim Zuwanderungsgesetz gegen die CDU gestellt.

Meine Aufgabe habe ich immer parteiübergreifend verstanden; die Arbeit dient der Stadt, nicht einer Partei. So wie ein Schornsteinfeger schwarz wird bei seiner Arbeit, so werde ich dafür manchmal kritisiert.

Warum sind Sie für das Gesetz?

Weil es zwei Probleme löst, die bisher nicht gelöst wurden: Es ermöglicht ein Mehr an Zuwanderung von Hochqualifizierten und ein Mehr an Integration.

Was fehlt Ihnen?

Ich hätte mir gewünscht, dass der starre Arbeitsmarkt in Deutschland reformiert wird, um Zuwanderern mit geringen Qualifikationen Chancen zu eröffnen. Wer arbeitet, lernt die Sprache, knüpft Kontakte, qualifiziert sich. Diese größere Öffnung des Arbeitsmarktes leistet auch das neue Gesetz nicht.

Was bringt das Gesetz für Berlin?

Alle Neuzuwandernden haben nun einen Anspruch auf einen Integrationskurs. Die Finanzierung steht jedoch noch in den Sternen.

Die Fragen stellte Moritz Schuller.

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