Zeitung Heute : Wer zahlt was?

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Die Kosten für das erste ausführliche Gespräch zwischen Arzt und Patient liegen zwischen 100 und 250 Euro; sie werden in der Regel nur von Privatversicherungen erstattet. In der gesetzlichen Versicherung zahlt der Patient den größten Teil der homöopathischen Behandlung selbst. Übernommen werden nur Kosten für Arzneimittel, wenn ein Vertragsarzt sie verschreibt.

An einem „Modellprojekt Homöopathie“ beteiligten sich etwa zehn Betriebskassen; zum Teil übernehmen sie die Kosten. Die Securvita BKK schrieb die Homöopathie als Regelleistung in ihrer Satzung fest. Das Bundesversicherungsamt hat dagegen erfolglos geklagt. Ob in Zukunft mehr homöopathische Arzneien von den Kassen übernommen werden, hängt von der Gesundheitsreform ab, die derzeit verhandelt wird.

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVHÄ) hofft, dass Homöopathie ab 2004 in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen aufgenommen wird. Wer einen Homöopthen in seiner Nähe sucht, kann bei dem Verband anfragen. (Telefon: 0228 / 639230, Internet: www.homoeopathy.de .) Wer homöopathische Arzneimittel sucht, findet auch in Berlin eine große Auswahl, etwa in der Charlottenburger MommsenApotheke (Telefon: 030 / 8835248).

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