Zeitung Heute : Westwood geht – große Namen sollen folgen

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Vivienne Westwood, seit zwölf Jahren Professorin an der Universität der Künste (UdK), beendet ihr Berliner Engagement. Am 2. Juli zeigen zum letzten Mal Schülerinnen und Schüler der 64jährigen Modedesignerin ihre Abschlussschau – danach bricht eine neue Ära an.

Viele von Westwoods Absolventinnen und Absolventen haben sich einen guten Namen gemacht. Und obwohl die Diplomkollektionen stets die Handschrift der Lehrerin erkennen ließen, haben viele ihren eigenen Weg gefunden. Doris Menzel ist Produktmanagerin beim deutschen Jeanshersteller Mustang, Christoph Becker arbeitet bei Wolfgang Joops Label Wunderkind, Mariella Montiel entwirft Schuhe für Gucci, um nur einige Beispiele zu nennen. Westwoods Assistentinnen Regina Tiedeken und Friederike von Wedel-Parlow entwerfen eigene Kollektionen.

Die beiden koordinieren auch die Projekte, die in der Nachfolge geplant sind: „Wir haben Modeschöpfer wie Walter van Beirendonck, Viktor & Rolf, Lutz, Frank Leder, Stephan Schneider angefragt, ob sie jeweils ein kurzes Projekt an der UdK leiten wollen“, erklärt Regina Tiedeken. „Nach der graden Linie von Vivienne Westwoods Professur ist das als Aufbruch gedacht. Aus diesem breiten Spektrum ergibt sich vielleicht ein Nachfolger.“ Jil Sander habe „postwendend abgesagt“, doch die Liste verspricht Spannung und Kreativität. Kurz vor Abschluss stünden außerdem die Verhandlungen mit der Designerin Grit Seymour für eine C4-Professur an der UdK. S.N.

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