WHITE STRIPES : WHITE STRIPES

Foto: picture alliance / dpa

Meg und Jack White, Indie-Rock, USA,

Gründung: 1997, Hit: „Seven Nation Army“





Theo Hutchcraft:

Als 16-Jähriger war ich regelrecht besessen von ihrer Musik. Es war eine der ersten Bands, die ich live auf einem Konzert gesehen habe. Das muss in Manchester gewesen sein, und es war ein unglaubliches Erlebnis. Ich war wie vom Donner gerührt. Die Dynamik der beiden auf der Bühne ist fantastisch – und Jack White ist nach wie vor einer der besten Gitarristen der Welt. Auch nach der Trennung vor fast zwei Jahren. Sie haben eine Liste von Regeln aufgestellt, nach denen sie lebten. In den ersten Jahren ihrer Bekanntheit haben sie gesagt, dass sie Geschwister sind, obwohl sie bereits verheiratet waren. Schräg! Es war eine großartige Idee, bei Auftritten immer Rot, Weiß und Schwarz zu tragen. Das ist Markenbildung. Jack White benutzte außerdem immer dieselben zwei, drei Gitarren, um die Songs aufzunehmen. Auch bei uns soll jeder Auftritt einen Eindruck davon geben, wer wir sind.

Adam Anderson: Nur für unsere Musik brauchen wir Computer, wir kalkulieren, planen und denken viel nach. Daneben wirkt eine Band wie die White Stripes ganz anders: komplett frei von solchen Überlegungen, überhaupt nicht exaltiert. Ihre Genialität hat etwas Müheloses. Darum beneide ich die beiden wirklich. Sie, Meg, war der Ruhepol, ein Metronom für ihn, Jack. Sie war der Gegenpart zu seiner Übertriebenheit. Sie hielt ihn unter Kontrolle.

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