Zeitung Heute : Wie ein Elefant

Bequeme Sessel von Stefan Heiliger

-

„Es sind keine seelenlosen Objekte; es ist kein Mittelmaß; es werden keine Konzessionen an den Massengeschmack gemacht“, hat der Designer Stefan Heiliger einmal zu seinen Entwürfen gesagt. Das bequeme, relaxte Sitzen zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk. Vor allem das entspannte Sitzen stellt hohe Anforderungen an die Beschaffenheit des Möbels. Ein Klassiker ist der Relaxsessel „WK Spot“, der eine breit ausladende Rückenlehne hat und für viele der Inbegriff der Entspannung ist.

Jetzt hat Stefan Heiliger für Leolux ein neues Möbel entworfen, das durch seine nach oben sich verbreiternde mächtige Rückenlehne an den legendären „WK Spot“ erinnert. Als Sitzfläche dient ein 137 Zentimeter breites Polster, das auf einem leicht nach hinten geneigten Gestell ruht, das auch die Rückenlehne hält. So gesehen ergibt sich ein breiter Sessel, auf dem man sich von verschiedenen Seiten her draufsetzen kann, ohne dass eine Lehne einen hindert. „Akka“ ist so auch ein bequemer Zweisitzer. Ein Möbel für schnelles, aber auch für entspannets Sitzen. Mit einem Dreh schiebt man nun das Polster nach vorne und erhält eine Chaiselongue mit dem nun noch ausladenderen Rückenteil. Frontal gesehen erinnerrt „Akka“ durch die veränderten Proportionen jetzt an einen Afrikanischen Elefanten, der mit seinen mächtigen Ohren wedelt. Durch diesen Dreh hat sich aber an der Symmetrie des Möbels nichts geändert. Ein Dreh mit dem gewissen Etwas. Dank dieses Drehs hat man letztendlich zwei Möbel. „Akka“ ist ein Objekt, das allerdings auch Raum braucht, um seine optische Wirkung zu entfalten. Der Name „Akka“ stammt übrigens aus Selma Lagerlöfs Buch „Niels Holgersson und erinnert an die Leitgans, die Niels mit auf die Reise nimmt. Ein Relaxmöbel zum Entspannen.

Der Schaukelstuhl „Canguro“ ist ein Musterbeispiel für ein formvollendetes Linienspiel. Der Stuhl ist wie aus einem Guss geschaffen. Die Rückenlehne verläuft mitkühnem Schwung nach vorne, klappt um und bildet so die Sitzfläche, etwa einer „sechs“ mit flachem Bauch vergleichbar. Zwei flache Polster sorgen dafür, dass Nacken und Hüfte gut gestützt werden. Wenn einem nicht nach Schaukeln zu Mute ist, bietet sich das im Querschnitt tropfenförmige Polster als Hocker an. Dieser ist so konzipiert, dass er sich an den Schaukelstuhl schmiegt und später genau in die Rundung passt, die die Sitzfläche ergibt, so dass der Hocker mühelos unter der Sitzfläche verstaut werden kann. R.B.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar