Zeitung Heute : „Wie ein Leuchtfeuer“

Der Tagesspiegel

„Die Liste Ihrer Verdienste ist lang, noch viel länger als die heutige Redeliste“, sagte Bundestagspräsident Wolfgang Thierse gestern und gratulierte Hans-Dietrich Genscher zum 75. Geburtstag. Thierse betonte, dass Genscher spätestens seit dem 30. September 1989 auch die Herzen der Ostdeutschen erobert habe. Hunderte Gratulanten aus dem In- und Ausland verwandelten am Donnerstag das Paul-Löbe-Haus in eine Hall of Fame internationaler Politik, darunter Helmut Kohl, Ungarns Staatspräsident Ferenc Mádl, Joschka Fischer, Klaus Kinkel, Edmund Stoiber.

Bundeskanzler Gerhard Schröder würdigte Genscher als „ein Stück Geschichte dieses Landes“. Nicht nur in den 18 Jahren als Außenminister habe der Staatsmann „für Kontinuität, Berechenbarkeit und Verlässlichkeit“ gestanden. Nie habe er das Ziel der deutschen Einheit aus den Augen verloren und schon früh für Gorbatschow geworben. Guido Westerwelle, Bundesvorsitzender der FDP, erinnerte sich an den Politiker, den er einst „ in Freizeitkleidung am Gartenzaun bei Kaffee und Kuchen“ kennenlernte. Auch heute noch gilt Genscher für den FDP-Nachwuchs als Vorbild. Der 23-Jährige jungliberale Michael Fremut sagte am Rande der Feier: „Er ist für uns einer der wenigen vertrauenswürdigen Politiker und wie ein Leuchtfeuer.“ Genscher bezeichnete den Empfang als „außergewöhnliche Erfahrung“ und „wunderbare Ehre“. kög

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