Zeitung Heute : Wie Laufenburg geteilt wurde

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Napoleon war’s: 1801 brannte sein Revolutionsheer die Laufenburger Brücke nieder, und der Feldherr erklärte den Rhein zur neuen Landesgrenze . Damit war die seit dem 13. Jahrhundert flussübergreifende Stadt geteilt.

Für die Gemeinde war das zunächst ein Fiasko , die Aufteilung des kommunalen Vermögens dauerte bis 1829. Denn: Der Großteil der städtischen Einrichtungen, das Korn- und Salzhaus sowie zwei Drittel der Bevölkerung waren plötzlich im schweizerischen Teil – zwei Drittel des Territoriums, Wald und gewerbliche Anlagen im deutschen. Der Chronist Theo Nawrath beschreibt die Lage der Laufenburger Schweizer: „Die ersten Jahrzehnte der Selbstständigkeit waren für die Kleinstadt mit ihren nur 270 Einwohnern sehr schwierig. Nicht nur, dass durch die Trennung verwandtschaftliche Bande zerrissen wurden und Gegensätze entstanden, sondern die Kleinstadt musste auch noch die Einrichtungen einer selbstständigen Gemeinde schaffen." Heute leben im deutschen ] Laufenburg/ ] etwa 8500, im schweizerischen knapp über 2000 Menschen. Und zumindest in der Broschüre für Touristen sind beide Städte wieder vereint.

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