Zeitung Heute : Wie man mit der Firma umzieht

-

Liegt der neue Firmenstandort in zumutbarer Entfernung, so gilt in der Regel das Weisungsrecht des Arbeitgebers : Der Arbeitnehmer muss zu dem neuen Firmensitz kommen. Ist jedoch der alte Arbeitsort im Arbeitsvertrag festgelegt, besteht diese Pflicht nicht. Umgekehrt kann der Arbeitsvertrag aber eine Versetzungsklausel enthalten, die den Arbeitnehmer auch bei einem Wechsel des Standortes zur Arbeit am neuen Firmensitz verpflichtet.

Gibt es keinerlei Regelungen dieser Art und ist der neue Standort weit entfernt, kann es zu einer Änderungskündigung kommen. Dadurch wird das Arbeitsverhältnis unter den bisherigen Bedingungen am alten Firmensitz gekündigt und gleichzeitig ein neues Angebot für eine Fortsetzung am neuen Standort gemacht. Der Arbeitnehmer kann die Änderungskündigung entweder unter Vorbehalt annehmen oder, wenn er unter keinen Umständen umziehen möchte, insgesamt ablehnen. In beiden Fällen kann er die Kündigung arbeitsgerichtlich prüfen lassen. Existiert ein Betriebsrat , ist bei Betriebsverlegung ein Interessenausgleich und ein Sozialplan zu verhandeln. Danach kann die Firma Umzugskosten übernehmen, Heimfahrtregelungen treffen oder auch Abfindungen an die Arbeitnehmer zahlen, die den Umzug ablehnen. sher

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar