Zeitung Heute : Wie TV und Internet um unsere Aufmerksamkeit buhlen

Helmut Merschmann

Immer mehr Medien haben nur eines im Sinn: die Zeit des Konsumenten für sich zu beanspruchen. Längst ist das Angebot an Information und Unterhaltung unübersichtlich geworden. Dennoch ringen Free TV, Pay-TV, digitales Radio und das Internet um die Zeit der Nutzer. Mit welchen Mitteln und Angeboten wollen sie den Kunden ködern?

Diesen Fragen widmete sich eine Veranstaltung auf dem Medienforum Berlin-Brandenburg. SFB-Intendant Horst Schättle wiegelt ab, was den Konkurrenzdruck von Internet, Privatfernsehen und Pay-TV betrifft. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk komme seiner gesellschaftlichen "Integrationsfunktion" nach. Doch kann sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen tatsächlich diese Warteposition erlauben? Andrea Malgara von Pro 7 ist sich sicher, dass die Attraktivität seines Senders und dessen Online-Angebote groß genug ist. Vierzehn Prozent aller Erwachsenen surften im Internet. Schon jetzt "holt das Internet die Zuschauer vom Fernsehen weg". Der grösste Vorteil der neuen Medientechnologien liegt, laut Wolfgang Keuntje, Geschäftsführer bei T-Online, in der "Individualisierung von Inhalten". Jeder kann, wann immer es die Zeit erlaubt,im Internet surfen oder online Informationen beziehen. Was aber konkret in Planung ist, war auch von Ferdinand Kayer, Premiere, nicht zu erfahren. Sein Konzept von "interaktiver Werbung" klang nicht sehr überzeugend.

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