Zeitung Heute : Wie und wohin fließen die Mittel?

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Die Fernsehsender haben ihre liebe Mühe, mit den Millionen Euro für die Flutopfer umzugehen, die sie – mit oder ohne TV-Gala – eingenommen haben. Beispiel Sat 1. Da kamen am Sonntag bei einer Benefiz-Show 7,75 Millionen Euro per Telefon-Hotline an Spenden zusammen. „Wir leiten das Geld umgehend weiter an das Deutsche Rote Kreuz“, sagt Sat 1 Sprecherin Kristina Faßler. „Man muss den Leuten vertrauen. Es bringt ja nichts, an die Elbe zu fahren und das Geld selbst zu verteilen.“ Bei RTL läuft eine Spendenaktion zusammen mit dem „stern“. Geld, das auf ein Konto der „Stiftung RTL“ überwiesen wird, werde an die Caritas und den Verein „Lichtblick“ in Dresden weitergetragen. Bei der Spendenaktion von ARD und BILD liefen seit vergangenen Freitag rund 24 Millionen Euro ein. Laut bild.de konnte schon am Sonnabend ersten Opfern geholfen werden. DRK, Caritas und die Diakonie wollen die Verteilung des Geldes in den Katastrophengebieten organisieren. In der Regel dauert das bis zu fünf Tage.

Eine Frage bleibt aber offen: Wie ernst meinen es die Spender? Bei der ARD/MDR-Gala gab es Überweisungszusagen der Anrufer, die dann per Lastschriftverfahren eingefordert werden. Diese können natürlich auch widerrufen werden (siehe Interview). meh

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