Zeitung Heute : Wieder freie Fahrt über die Grenze nach Polen

Der Tagesspiegel

Frankfurt (Oder). Nach den stundenlangen Wartezeiten an der Grenze zum Nachbarland Polen am Sonnabend hat sich die Lage am Sonntag bis auf eine Ausnahme am Übergang Forst wieder komplett beruhigt. An den meisten Grenzübergängen gebe es keine Wartezeiten mehr, sagte der BGS-Sprecher in Frankfurt (Oder), Mirko Heinke, am Sonntag. Lediglich in Forst betrage die Wartezeit noch immer 20 Stunden. Unmittelbar vor der drastischen Erhöhung von Einfuhrzöllen für Altautos nach Polen hatte es am Samstag an den Grenzübergängen extreme Wartezeiten von bis zu 40 Stunden gegeben.

Bereits am Sonnabendnachmittag hatte sich eine deutliche Entspannung der Situation abgezeichnet. In Frankfurt waren die Wartezeiten bis auf drei Stunden zurückgegangen. Auch von den Übergängen in Gubinchen/Gubinek und Küstrin-Kietz wurde merkliche Entspannung gemeldet. In Forst lag die Wartezeit bereits am Sonnabend bei etwa 20 Stunden. Der BGS hatte zuvor empfohlen, auf diesen sonst wenig genutzten Übergang auszuweichen. Die Fahrzeuge wurden von dort auf die anderen Übergänge umgeleitet, wie Heinke erläuterte.

Auch die A 12 Richtung Warschau sowie die B 112 Richtung Guben seien wieder frei befahrbar, sagte Heinke. Dort hatte sich der Verkehr am Sonnabend rückgestaut. Er gehe davon aus, dass ein Großteil der Altauto-Exporteure den Grenzübertritt vollzogen habe, sagte der BGS-Sprecher. Nach seinen Angaben hatten am Sonnabend zunächst an allen brandenburgischen Grenzübergängen zusammen noch 1100 Fahrzeuge mit Ausfuhrkennzeichen gestanden.

Normale Reisende waren von den Staus nicht betroffen. BGS und Polizei hielten für sie eine eigene Spur offen. Seit vor drei Wochen ruchbar geworden war, dass sich die Einfuhr verteuert, drängten sich in Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen tausende Altautos an der Grenze. Der BGS hatte deshalb am Sonnabend wegen der unsicheren Lage zunächst von Polen-Reisen abgeraten. Für den Sonntag konnte Entwarnung gegeben werden.

dpa

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