Zeitung Heute : Wieder Messerattackeauf Busfahrer BVG will mehr Sicherheit 1000 neue Mitarbeiter?

Berlin - Im Berliner Nahverkehr soll es wieder mehr Sicherheitspersonal geben. Die BVG will 500 bis 1000 neue Mitarbeiter einstellen – finanziert aus einem Programm des Bundes und der EU. Noch wird aber darüber verhandelt. Unterdessen reißen die Gewaltattacken im öffentlichen Nahverkehr Berlins nicht ab. In der Nacht zu Sonntag wurde ein Busfahrer durch einen Messerstich verletzt. Er hatte Fahrgäste schützen wollen, die angepöbelt worden waren. Bereits am Sonnabend war ein Fahrgast von einem Unbekannten schwer am Kopf verletzt worden. Auch dieses Opfer hatte anderen Fahrgästen helfen wollen, die von dem Unbekannten bedrängt worden waren. Dieser hatte sich an der Haltestange festgekrallt und dann mit den Füßen gegen den Kopf des Helfers getreten. In letzter Zeit waren vor allem Busfahrer verstärkt attackiert worden.

Unabhängig davon will die BVG ihr Sicherheitspersonal verstärken. Die bis zu 1000 neuen Mitarbeiter sollen auf U-Bahnhöfen und auch in Fahrzeugen präsent sein. Die U-Bahnhöfe der BVG sind schon seit Jahren personalfrei, was der Chef des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, Hans-Werner Franz, als falsche Entscheidung bezeichnet.

Die Regierungsfraktionen SPD und Linke hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, etwa 200 Mitarbeiter im Service- und Sicherheitsbereich des Nahverkehrs neu einzustellen. Dies ist bislang nach Angaben von Franz gescheitert, weil der Senat nicht bereit war, dafür 150 000 Euro im Jahr aufzubringen. kt

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