Zeitung Heute : Windiger Pilz: Vorsicht beim Buchsbaumschnitt

Hübsch in Form getrimmt, als Beeteinfassung oder als dichter Strauch – der immergrüne Buchsbaum ist in vielen Varianten ein Blickfang. Seit einigen Jahren bedroht allerdings ein neuer Pilz die Pflanze: Cylindrocladium buxicola heißt der Übeltäter, der am liebsten frisch beschnittene Zweige befällt. Feuchtigkeit begünstigt die Infektion. Daher sollten Hobbygärtner den anstehenden Buchsbaumschnitt an trockenen, aber trüben Tagen durchführen – denn die nach dem Schnitt ungeschützten Blätter bekommen auch leicht einen Sonnenbrand.

Die Pilzsporen wehen mit dem Wind heran, werden durch Insekten übertragen oder durch infizierte Pflanzen eingeschleppt. Erste Anzeichen des Befalls sind braune Flecken an den Blättern. Wenig später fallen sie ab, die Triebe sterben. Das betroffene Laub sollte vollständig entfernt werden, indem man mit den Händen durch die Krone kämmt oder einen Laubsauger benutzt. „Die Blätter entsorgt man in den Hausmüll, nicht auf den Kompost, da der Erreger einige Jahre im Boden überlebt“, sagt Peter Ehrenberg vom Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V. Tritt der Befall im Mai oder Juni auf, sollte man die betroffenen Triebe sofort abschneiden. „Helfen kann auch eine Behandlung mit Neemöl, außerdem kräftiges Düngen mit Blattdünger“, so Ehrenberg. Wer vorbeugen will, wählt einen sonnigen, windoffenen Standplatz und achtet beim Gießen darauf, dass das Laub nicht nass wird.Tsp

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!