Winterspiele in Sotschi : Ukraine erwägt Boykott der Paralympics

Bild: Imago/Tsp

Berlin/Sotschi - Wegen der Krim-Krise haben Politiker aus mehreren Ländern, darunter die USA, Großbritannien und die Niederlande, ihren zuvor angekündigten Besuch bei den Paralympics in Sotschi abgesagt. Bundespräsident Joachim Gauck wird Sotschi ebenfalls fernbleiben, ohne allerdings Gründe dafür zu benennen. Die Delegation der Ukraine erwägt nach Tagesspiegel-Informationen, aufgrund der politischen und militärischen Lage auf der nur wenige hundert Kilometer von Sotschi entfernten Halbinsel aus Protest wieder abzureisen. Die weltweit größte Veranstaltung im Behindertensport beginnt am Freitag.

Außergewöhnliche Sicherheitsrisiken bestehen in Sotschi nach Erkenntnissen deutscher Behörden nicht. Das Innenministerium, zuständig für Sport, sieht „keine Anhaltspunkte, die dafür sprechen, dass die Paralympischen Spiele nicht stattfinden“. Es gibt keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Der Präsident des Deutschen Behindertensport- Verbandes, Friedhelm Julius Beucher, hatte vor der Abfahrt der deutschen Delegation nach Sotschi gesagt, es gebe „derzeit keinen Grund, nicht zu fahren“.

Der Tagesspiegel ist wie in den vergangenen zehn Jahren Mitherausgeber der „Paralympics Zeitung“, die von einer Schülerredaktion erstellt wird. Die erste Ausgabe enthält ein Interview mit Wladimir Putin zur Situation von Behinderten in Russland. Das Interview wurde vor dem Umsturz in der Ukraine geführt, die „Paralympics Zeitung“ ging vor Beginn der Krim-Krise in Druck. Tsp

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