Zeitung Heute : Wir pflanzen 1 Bohne

Der Frühling ist da, na endlich! Wenn ihr rausgeht, müsst ihr euch nicht mehr bis hinter die Ohren einpacken. Und die Welt wird täglich bunter. Wie die Pflanzen jetzt wachsen, könnt ihr genau beobachten, wenn ihr selbst welche zieht. Ihr könnt gleich loslegen. Besorgt euch ein sauberes Marmeladenglas, Küchenpapier und ein Samentütchen mit Buschbohnen. Die gibt es für ein paar Cent in den meisten Supermärkten zu kaufen.

Auf den Boden des Marmeladenglases legt ihr eine ungefähr zwei Zentimeter dicke Schicht Küchenpapier und gießt darüber gerade so viel Wasser, dass das Papier nass wird. Dann legt ihr eine Bohne darauf. Das Glas stellt ihr auf ein Fensterbrett, wo es schön hell ist. Ihr müsst darauf achten, dass das Papier immer feucht bleibt.

Nach gut einer Woche seht ihr an der einen Seite der Bohne kleine Fäden wachsen. Das sind die Wurzeln. Auf der gegenüber liegenden Seite bildet sich eine kleine grüne Beule. Man sagt dazu, die Pflanze keimt. Aus der kleinen grünen Beule wächst ein zarter Stängel heraus. Am Kopf des Stängels bilden sich zwei grüne Blätter. Jetzt habt ihr eine Jungpflanze. Die pflanzt ihr in einen kleinen Topf mit Erde und stellt sie ins Freie. Damit sie wachsen kann, müsst ihr sie regelmäßig gießen. Auf keinen Fall darf die Erde austrocknen.

Nach und nach wird der Stängel länger und es bilden sich viele Blätter. Nach einigen Wochen sind kleine weiße Blüten zu sehen. Wenn ihr viel Glück habt, kommt eine Hummel oder eine Biene, die zuvor auf einer anderen Bohnenblüte saß und an ihrem pelzigen Körper ein wenig Blütenstaub mitbringt. Sie legt in eurer Bohnenblüte diesen Staub ab. Das nennt man Bestäubung oder Befruchtung. Wenn das geklappt hat, wachsen bald grüne längliche Kapseln, die Schoten heißen. Darin befinden sich winzige Bohnen. Wenn ihr die Schoten wachsen lasst, bekommt ihr Bohnen, die ihr im nächsten Jahr wieder pflanzen könnt. Aber passt auf, die grüne Schote dürft ihr keinesfalls roh essen! Sie ist giftig. Nur wenn sie gekocht ist, schmeckt sie lecker.

Ihr könnt auch Blumen säen, aber die brauchen um sich herum Erde, um Wurzeln und Blätter zu bilden. Im Gartencenter gibt es für Kinder so genannte Saatbänder zu kaufen. Das sind lange Streifen aus weichem Stoff, in den einzelne Samenkörner wie auf einer Perlenschnur hinein gedrückt sind. Aus jedem Samenkorn entwickelt sich eine andere Blume, so dass im Sommer eine bunte Mischung entsteht. Die Blumen sind auf der Tüte abgebildet, ihr könnt also vorher sehen, was in eurem Blumenkasten später blühen wird. Je nachdem wie lang oder breit euer Gefäß ist, könnt ihr das Saatband abschneiden. Ihr füllt Erde in den Blumenkasten, legt das Saatband darauf und bedeckt es mit Erde, etwa einen Zentimeter hoch. Anschließend besprüht ihr alles vorsichtig mit Wasser, bis die Erde schön feucht ist. Ohne Wasser vertrocknet eure Anpflanzung, also vergesst nicht, zu gießen. Nach etwa drei Wochen seht ihr die ersten kleinen Pflänzchen und ein paar Wochen später habt ihr bunte Blumen.

Waltraud Hennig-Krebs

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar