Zeitung Heute : Wir wollen zusammenleben

Der Tagesspiegel

Am 11. Mai 1994 hielt der damalige israelische Regierungschef Yitzak Rabin vor der Knesset eine Rede zum Gaza-Jericho-Abkommen, welche sich mit dem Verhältnis zwischen dem israelischen und palästinensischen Volk beschäftigte. Er sagte damals unter anderem die folgenden Worte:

„Bis heute sind wir verantwortlich, das Leben von 1,8 Millionen palästinensischen Bürgern mit zu organisieren. Dies geschieht durch unsere Militärverwaltung. Die Menschen wollten niemals unsere Herrschaft über sie und sie haben alles ihnen Mögliche getan, uns anzugreifen. 27 Jahre lang haben wir ein anderes Volk beherrscht ohne jemals einen ernsthaften Versuch zu unternehmen, dieses Problem zu lösen. Wir haben ihr Leben reguliert und wir haben versucht, unser Leben zu schützen. (...) Meine Regierung hat versprochen, nun einen ernsthaften Versuch zu machen, mit den Lippenbekenntnissen aufzuhören und Frieden anzustreben. Wir wollen die Kriege beenden und einen Schlusspunkt setzen unter 100 Jahre Feindseligkeit. Meine Regierung hat sich darum entschlossen, einen ersten, wichtigen und mutigen Schritt zu unternehmen, den israelisch-palästinesischen Konflikt zu lösen.

Wir wollen dem friedlichen Zusammenleben eine Chance geben. Wir sind davon überzeugt, dass unsere beiden Völker zusammenleben können in Sicherheit und Frieden – und zwar auf demselben Stück Land. Davon sind wir überzeugt. Davon haben wir gesprochen, das haben wir versprochen, und das ist es, was wir tun werden.“ Tsp

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