Zeitung Heute : Wirtschaftsweiser: Bildungshoheit der Länder absurd

Berlin - Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat die Bildungshoheit der Bundesländer als „absurd“ bezeichnet. Dem Tagesspiegel sagte Bofinger, es sei ein „schwerer Fehler“ der Föderalismuskommission gewesen, dem Bund Mitspracherechte und Investitionsmöglichkeiten zu versagen: „Ich kenne kein Land auf der Welt, in dem es keinerlei zentrale Kompetenz in einem so wichtigen gesellschaftlichen Bereich gibt.“ Bofinger sagte, vom angekündigten Bildungsgipfel erwarte er eine Bestandsaufnahme der Bildungslandschaft vom Kindergarten bis zur Hochschule. Die Investitionslücke im Bildungssystem bezifferte Bofinger auf 20 bis 25 Milliarden Euro im Jahr. Für die Verbesserung der Lehre an den Hochschulen fordert der Wissenschaftsrat von Bund und Ländern zusätzlich 1,1 Milliarden Euro im Jahr. Der Wissenschaftsrat will seine Empfehlungen heute offiziell vorstellen.asi/-ry

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