Zeitung Heute : Wissen für die Region

„Den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse direkt in die Unternehmen verbessern“ will VBKI-Geschäftsführer Udo Marin mit dem Wissenschaftspreis. Die Statistik zeige, dass Unternehmen in Berlin und Brandenburg bei der Förderung der Wissenschaft im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands zurückliegen. Prämiert werden

bis zu sieben Magisterarbeiten oder Dissertationen, die Erkenntnisse zu den Themen Medizin, Mobilität, Tourismus oder Informations-, Kommunikations-

und Kreativwirtschaft liefern.

Der „Wissenschaftspreis“ ersetzt den „Europapreis“, den der VBKI seit 1990 jährlich für Arbeiten zur europäischen Einigung vergeben hat. Das Preisgeld beträgt 3000 Euro pro Arbeit; bewerben können sich Nachwuchswissenschaftler von Universitäten und Fachhochschulen in Berlin und Brandenburg. Die Jury

unter dem Vorsitz von Professor Peter Deuflhard vom Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik wird den Preis im Sommer verleihen. Charakteristisch für die Region ist für Jurymitglied Katharina Hölzle, die an der Universität Potsdam

zu Innovationsmanagement und Entrepreneurship arbeitet,

die Attraktivität für junge Kreative,

der Bedarf an Unternehmensgründern und die öffentliche Verwaltung. Hier gebe es noch wissenschaftliche Lücken. VBKI-Geschäftsführer Udo Marin denkt an „Startups, Biotech

wie in Adlershof und

die vielen kleinen Selbstständigen“.

Dass Unternehmen junge Wissenschaftler fördern, versteht sie als ehrenamtliches Engagement und als Möglichkeit, Nachwuchs zu rekrutieren. „Oft genug gehen junge Wissenschaftler ins Ausland oder wechseln zur Industrie in anderen Teilen Deutschlands“,

sagt Udo Marin. Ein langfristiges Ziel

des VBKI sei es deshalb, Wissenschaftler an Berlin und Brandenburg

zu binden. KATHARINA LUDWIG

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