WISSENSCHAFTSJAHR : WISSENSCHAFTSJAHR

Wo Sie mitmachen können

Die „Forschungsbörse“ bringt Forscher und Schüler zusammen. Foto: Promo/Matthias Graben
Die „Forschungsbörse“ bringt Forscher und Schüler zusammen. Foto: Promo/Matthias Graben

Forschungsbörse: Den Professor

ins Klassenzimmer holen



Sie schauen dem Gehirn beim Denken zu, arbeiten an der Herstellung künstlicher Organe oder suchen nach immer besseren Verfahren im Kampf gegen Krebs: Die Arbeit von Wissenschaftlern ist wichtig für uns alle, unglaublich spannend – aber nicht immer leicht zu verstehen, gerade für Kinder und Jugendliche. Außerdem: Wo kann man sie schon ausfragen, die Experten, wenn sie doch den ganzen Tag im Labor, in der Vorlesung oder auf Fachtagungen sitzen? Seit dem letzten Jahr ist die Antwort ganz einfach: bei der Forschungsbörse.

2010, zum Wissenschaftsjahr „Zukunft der Energie“, startete die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, nun wird sie zum aktuellen Thema fortgesetzt: Über eine bundesweite Online-Plattform können sich Lehrer und ihre Schulklassen Forscherinnen und Forscher in den Unterricht einladen, um aus erster Hand etwas über spannende Fragen der Gesundheitsforschung zu erfahren. Dass der eine oder andere durch die Besuche vielleicht auch inspiriert wird, selbst eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen, ist ein willkommener Nebeneffekt. Denn die Experten erzählen auch etwas zu ihrem persönlichen Werdegang – und warum sie letztlich doch nicht Lokomotivführer oder Musiklehrerin, sondern Biologe und Ärztin geworden sind.

Lehrer können in der Internetdatenbank nach Fachleuten aus ihrer Region suchen und auch die Termine für den Unterrichtsbesuch einfach über die Website vereinbaren. Bisher beteiligen sich im aktuellen Wissenschaftsjahr 120 Forscher aus ganz Deutschland. Wer sein Wissen ebenfalls an Schüler weitergeben möchte, kann sich online registrieren lassen (Tel. 030/670 55 782). Tsp

Mehr im Internet:

www.forschungsboerse.de

„Schulkinowochen“: Gesundheits-

Know-how auf der Leinwand

Vincent ist krank, doch Papa steckt mitten im Wahlkampf – und schiebt den Sohn in eine Klinik ab. Aber da hat er die Rechnung ohne Vincent gemacht.

Zusammen mit zwei anderen Patienten macht der sich nämlich in einem gestohlenen Auto aus dem Staub. Ihr Ziel:

das Meer. „vincent will meer“ heißt der Lola-prämierte Film ab 12 Jahren, in dem diese Geschichte eindrucksvoll erzählt wird. Und es ist mit Abstand der beliebteste Streifen zum Thema Gesundheitsforschung, den die diesjährigen „Schulkinowochen“ im Programm

haben.

Die bundesweite Initiative des Netzwerks „Vision Kino“ findet jedes Jahr im Frühling und Herbst statt. Im Wissenschaftsjahr 2011 nun wird ein Sonderprogramm zur Gesundheitsforschung gezeigt, das Schüler motivieren soll, die Ziele und Möglichkeiten moderner Medizin zu verstehen – aber auch kritisch zu hinterfragen. In der Frühjahrsrunde besuchten über 36 500 Schüler und Lehrer die Filme. Besonders fleißige Kinogänger waren – mit mehr als einem Drittel – die Hauptschüler. Für die Initiatoren des Wissenschaftsjahres eine wichtige Erkenntnis: Bemüht man sich doch ganz besonders, diese Zielgruppe für Forschungsthemen zu begeistern.

Im Anschluss an die Vorführung finden Gespräche mit Wissenschaftlern zum Thema des Films statt. Lehrer können sich und ihre Klassen mit Fortbildungen und unterrichtsbegleitenden Materialien einstimmen. Weitere Filme sind „Beim Leben meiner Schwester“, „Gattaca“, „Mondscheinkinder“ und „Sicko“

(Tel. 030/27577-571). Tsp

Mehr im Internet:

www.schulkinowochen.de

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