Zeitung Heute : "Wissenselite" zur Infogesellschaft

Die neuen Chancen der Informationsgesellschaft nutzen nach einer repräsentativen Studie des BAT-Freizeitforschungsinstituts fast nur die Höhergebildeten.Bevölkerungsgruppen mit "niedrigerer formaler Bildung" blieben vom Aufbruch in das Multimedia-Zeitalter weitgehend ausgeschlossen oder würden gar abgekoppelt, erklärte Institutsleiter Horst Opaschowski in Hamburg."Eine neue Zwei-Klassen-Gesellschaft von Medien-Analphabeten und Angehörigen einer Wissenselite zeichnet sich ab", warnte Opaschowski.

So nutzten nur sechs Prozent der Hauptschüler regelmäßig zu Hause einen Computer für private Zwecke.Fast fünfmal so hoch sei der Anteil der PC-Nutzer mit höherer Schulbildung.Für die Erhebung hatte das Institut im Februar 3000 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt.Der Studie zufolge nutzen nur sechs Prozent der Hauptschüler regelmäßig zu Hause einen Computer für private Zwecke.Fast fünfmal so hoch sei hingegen der Anteil der PC-Nutzer mit höherer Schulbildung.Lediglich zwei Prozent der PC-Nutzer mit Hauptschulabschluß surften im Internet, während der entsprechende Anteil der "universitären Wissenselite" fast zehnmal höher liege (19 Prozent).Wenn es nicht bald gelinge, alle allgemeinbildenden Schulen ans Datennetz anzuschließen, wird sich die Informationsgesellschaft in Deutschland in "User" (Anwender) und "Loser" (Verlierer) spalten, betonte Opaschowski.

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