Zeitung Heute : Wo fangen wir an?

Ich komme aus dem Skiurlaub und schalte meinen Laptop an, um einen Artikel über Ökologie zu schreiben. Sieben Tage lang war ich umgeben von Schneekanonen, die feinste Wasserpartikelchen über die Pisten versprühten und unserer Fauna und Flora schadeten und will nun über Umweltschutz reden.

Wollen Sie etwas über Umweltschutz hören?

Atommüll, gentechnisch verändertes Saatgut, Klimaerwärmung, Regenwaldabholzung, bedrohte Tierarten und die hundertste McDonalds-Filiale direkt in Ihrer Nähe. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll und schon gar nicht, wer mir dabei helfen soll, das Chaos zu beseitigen, in dem es sich allzu gut leben lässt. Noch.

In der Unter-18-Redaktion hätte ich nicht viele Mitkämpfer gefunden. Den meisten hängt das Thema Ökologie zum Hals raus. Ständig von Lehrern (weil es im Lehrplan steht), Eltern (weil mit dem Verbrauch die Rechnung steigt) und den Medien (weil es immer was zu sagen gibt) durchgekaut, konnte sich niemand aufraffen. Verdammt, und dabei will ich so viel.

Spätestens seit ich „Radikal mutig“ von Hanna Poddig gelesen habe, ist mir klar: Ich will etwas ändern. Können Sie mir sagen, wie? Können Sie sich selbst diese Frage beantworten? Oder fragen Sie sich das nicht einmal? WAS Sie machen sollen? Na, die Erde retten! Zu konfus? Kein Wunder. Aber haben Sie keine Angst, wenn Sie nichts ändern. Ziehen Sie Ihre Schwimmweste an und folgen Sie mir wie die Lemminge Richtung Meer. Aber Vorsicht: Irgendwann gibt es kein Zurück mehr, irgendwann nützt auch die Schwimmweste nichts mehr. Außer wir fangen jetzt schon langsam an zu schwimmen. Ich schalte schon mal den Laptop aus – Stromverschwendung.Caroline Stelzer, 18 Jahre

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