Zeitung Heute : Wo Pölsterchen verschwinden

Wie kommt man fit über den Winter? Wir haben vier Sportoasen besucht

Kerstin Heidecke

Runter vom Sofa, rein ins Vergnügen – in der dunklen Jahreszeit muss man nicht auf Sport verzichten. Berlin hat eine reiche Auswahl aus Studios, in denen man sich auch über den Winter fit halten kann. Und dafür muss man nicht erst quer durch die Stadt fahren. Vor der eigenen Haustür gibt es eine große Auswahl.

Riesige Lampen leuchten grell von der Decke. Trotz der großen Fenster dominiert Kunstlicht im Elixia in den Borsighallen. Ein freundlich-blauer Teppich und helles Parkett nehmen jedoch etwas von der Strenge. Das Studio hat ein umfangreiches Angebot parat: Kurse von Rücken-Workout über Hatha Yoga bis zu Aerobic. Es gibt Kinderbetreuung, Sauna und Dampfbad. Frühaufsteher können um 6.30 Uhr beginnen. Bis 23 Uhr ist das Studio geöffnet. Die Preise werden individuell erstellt, so die Auskunft. Die Mitgliedschaft beginnt bei monatlich 39 Euro für eine Morning-Card für Studenten.

Kinderstimmen tönen dem Besucher schon am Eingang entgegen: Im Vitalis feiert ein Siebenjähriger gerade mit seinen Freunden Geburtstag. Das Vitalis versteht sich als kinderfreundlicher Fitness- und Freizeitclub. Es bietet aber auch das klassische Angebot mit Geräte- und Cardiobereich, Aerobic- und Gymnastikkursen, Sauna und Solarium. Die Einrichtung ist robust, der Teppich vor den Bowlingbahnen hat schon einiges abbekommen. Parkett, Fliesen und der Geräteraum im Untergeschoss sind aber blitzsauber. Ein Dreimonats-Schnupperabo inklusive Sauna und Kursen kostet 19,90 Euro im Monat.

Effektives Training ist das oberste Ziel bei Swiss Training. Barbereich, Bistro und Wellnessangebote sollen davon nicht ablenken. In den lichtdurchfluteten Räumen strahlen pastellgelbe Wände und helles Parkett. Viermal in der Woche bietet Swiss Kinderbetreuung an. Es gibt auch Sauna, Solarium und Kurse wie Bauch-Beine-Po und Wirbelsäulengymnastik. Ab 17,90 Euro im Monat kann man hier trainieren. Für Freunde schwerer Gewichte wird derzeit eine Freihantelecke eingerichtet.

Gutes muss auch teuer sein? Mitnichten. McFit, die Fitnesshalle am Oraniendamm, kostet Mitglieder nur 15,90 Euro im Monat. Dennoch schneidet das Studio in punkto Betreuung, Sauberkeit und Ausstattung nicht schlecht ab. Durch die Fenster des großen hellen Raumes scheint die Nachmittagssonne. Pflanzen und der hellgrau gesprenkelte Bodenbelag wirken freundlich, ebenso die Bistro-Ecke. Geöffnet ist McFit 24 Stunden am Tag. Die Musik ist hier etwas lauter als in den anderen Studios. Erstmals sehen wir auch ein paar Bodybuilder an den Geräten. Von 8 bis 22 Uhr sind Trainer auf der Sportfläche. Getränke gibt es aus einem Automaten.

Fazit unseres Mini-Tests: Die Muskelshirt-Ära gehört der Vergangenheit an. Die meisten Studios haben sich Gesundheitsvorsorge und Entspannung auf die Flyer geschrieben. Fast nirgends verspürt Frau den Zwang, sich in knappe Tops zu zwängen. Auch wer nicht fit ist wie ein Turnschuh, kann also das richtige Studio für sich finden.

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