Zeitung Heute : Wo wird jetzt kontrolliert?

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In den vom Nitrofen-Skandal betroffenen Bundesländern laufen die Kontrollen von Geflügel und Eiern an. In Niedersachsen untersucht das Landesamt für Verbraucherschutz Proben von Eiern, Fleisch und Milch von den 93 niedersächsischen Höfen, die Kunden des Futtermittelherstellers GS Agri sind. Von dem Produzenten aus dem Landkreis Cloppenburg sollen rund 500 Tonnen belastetes Futter an 107 Höfe in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt geliefert worden sein, darunter auch an Schweine- und Rindermastbetriebe. „Hier wird kräftig gearbeitet“, sagte eine Sprecherin des Landesamtes. Mit Ergebnissen rechnet die Behörde in den nächsten Tagen. Bisher seien drei Futtermittelproben negativ ausgefallen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit „intensive“ Prüfungen bei Futtermittel- und Weizenhändlern sowie Unternehmen mit Geflügelzucht durchgeführt, sagte eine Sprecherin des Schweriner Landwirtschaftsministeriums. Beteiligt sind Futtermittel-Überwachungsstellen, Buchprüfer und das Zollamt. Mit ersten Ergebnissen wird in der kommenden Woche gerechnet. Auch in Brandenburg sollen die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen überprüfen, heißt es in einem Rundschreiben des Potsdamer Agrarministeriums. „Dabei sollten zwar die ökologisch erzeugten Produkte im Vordergrund stehen, die Einbeziehung konventionell erzeugter Produkte erscheint nach den letzten Informationen ebenfalls sinnvoll“, lautet der Hinweis. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers prüft Brandenburg seit Jahren Lebensmittel auf eine mögliche Nitrofen-Belastung. ce/asi

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