Zeitung Heute : Wohlfühl-Abend Blickwechsel

Der Tagesspiegel

Es war viel von Wellness die Rede bei der abendlichen Eröffnung des Club Intercontinental am Dienstagabend. Generalmanager Willy Weiland sprach von einem neuen Meilenstein. Was die Frage aufbrachte, was den Wellness-Faktor einer solchen Party eigentlich ausmacht. Der nicht sehr große, aber erlesene Kreis von Eröffnungsgästen war sich wohl ziemlich einig: es muss nett und gemütlich und vor allem zwanglos sein, fliegende Teller mit Amuse Gueules von Spargel, Wachtelbrust, Ente und Tartar, gute Getränke und dazu die Gelegenheit, umher zu spazieren und neue Zimmer zu besichtigen: Wo man als Gast einer privaten Party die Neugier manchmal zügeln muss, durfte man hier hemmungslos alles ausforschen. Die schöne Aussicht auf den Himmel über dem Tiergarten und die Siegessäule gaben der derzeit so verbreitete Westalgie einen neuen Schub. Auch viele Details, die spartanisch-schönen Obstsschalen zum Beispiel oder die eleganten Blumenarrangements fanden den Beifall der Gäste. Eröffnungs-Wellness praktizierten zum Beispiel Anouschka Renzi, Florian Gallenberger, Monika Griefahn, Carola Ferstl, Eve-Maren Büchner und Elvira Bach. Bi

Ein Film über einen Fotografen zu machen, kann verdammt anstrengend sein. Diese Erfahrung hat Regisseur Julian Benedikt („Blue Note“) bei den Dreharbeiten zu „Jazz Seen“ gemacht. Das Objekt seines neuen Dokumentarfilms, der am heutigen Donnerstag in die Kinos kommt, ist der legendäre US-Jazzfotograf William Claxton. Und der ist es gewohnt, dass er anderen Leuten Anweisungen gibt – und nicht umgekehrt. „Er hat anfangs immer nur über den Film und die Kamera nachgedacht, anstatt etwas von sich preiszugeben“, erzählte Benedikt bei der Premierenfeier am Dienstagabend im Kant-Kino. Erst als der Regisseur sein Gegenüber aufs Bett legte, sei Claxton lockerer geworden und habe angefangen, Geschichten von der West-Coast-Jazzszene zu erzählen. Jazzmusiker Till Brönner, von dem ein Großteil des Soundtracks stammt, freute sich bei der Premiere, dass es Benedikt gelungen sei, den selbstbeherrschten Fotografen witzig und menschlich zu präsentieren. Obwohl der Film, zumindest nach Meinung seines Regisseurs, von Claxtons Persönlichkeit nur eine Ahnung vermitteln kann. „Ihm gerecht werden wollen? Da hätte ich mir gleich die Kugel geben können.“ lvt

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