Zeitung Heute : Wohneigentum: Eigene vier Wände bevorzugt

Immer mehr Menschen wohnen in Deutschland in den eigenen vier Wänden. Wie das Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (IfS) mitteilte, stieg der Anteil des Wohnungseigentums zwischen 1993 und 1999 um drei Prozentpunkte: 41,7 Prozent aller Haushalte wohnen mietfrei in Immobilien-Eigentum. Zum Anstieg der Eigentumsquote trug vorrangig die Entwicklung im Ostteil des Landes bei: Dort erwarben fast acht Prozent aller Haushalte zwischen 1993 und 1999 eine eigene Immobilie, so dass nun 34,2 Prozent aller Familien in Wohneigentum leben (1993: 26,4 Prozent). Das ist ein Schritt zur Angleichung der Wohnverhältnisse in Ost und West: In den alten Ländern stieg die Quote um nur knapp zwei Prozentpunkte an auf 43,6 Prozent im Jahr 2000. Zum Anstieg der Eigentumsquote hat dem IfS zufolge der stärkere Neubau von Eigenheimen durch die neue Eigentumsförderung ab 1996 maßgeblich beigetragen. Der Anteil selbstgenutzten Immobilieneigentums an allen fertiggestellten Wohnungen habe seither in Westdeutschland um 17 Prozentpunkte auf 56 Prozent zugenommen. In Ostdeutschland sei der Anstieg noch stärker gewesen: von 37 Prozent (1996) auf fast 55 Prozent. Im internationalen Vergleich sei Deutschland indes ein "Mieterland". In Belgien lebten 70 Prozent der Menschen in eigenen vier Wänden.

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