Zeitung Heute : Wolf-Verteidiger plädiert auf Freispruch

Urban Media GmbH

Potsdam. Mit dem Plädoyer der Verteidigung wird der Prozess gegen Ex-Minister Jochen Wolf am heutigen Donnerstag vor dem Potsdamer Landgericht fortgesetzt. Wolf, dem versuchte Anstiftung zum Mord an seiner Ehefrau zur Last gelegt wird, soll nach dem Willen seines Verteidigers freigesprochen werden. Der Ankläger hatte sieben Jahre Haft gefordert. Das Urteil wird nach den Angaben eines Gerichtssprechers mit großer Wahrscheinlichkeit erst am 28. Februar verkündet.

Staatsanwalt Peter Mitschke hatte in seinem Plädoyer am Dienstag den Vorwurf erhoben, Wolf habe seine Frau aus niederen Beweggründen „kurz und schmerzlos“ umbringen lassen wollen. Dafür habe der 60-jährige Ex-Politiker 10 000 Mark im Jahr 2000 an einen „Killer“ gezahlt. Mitschke stützte sich unter anderem darauf, dass sich Wolf dem psychiatrischen Gutachter gegenüber für „juristisch schuldig“ erklärt hatte.

Am letzten Verhandlungstag war Wolfs Anwalt mit einer Reihe von Anträgen gescheitert. Unter anderem hatte er die Ablösung des Staatsanwaltes wegen mangelnder Objektivität und Neutralität beantragt. dpa

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!