WORKSHOP„Schau in meine Welt“ : Süß und rund

Linda Rohrer

Vorher mochte ich keinen Honig, aber in der Kombination mit Apfel schmeckte es mir! Das essen nämlich die Juden am Sabbat, dem Rosh ha-Schana, einem jüdischer Festtag, an dem das neue Jahr der Juden beginnt. Der Apfel mit Honig ist dabei eine Tradition. Der Apfel ist rund, und da man sagt, dass ein Jahr rund ist, isst man Apfel. Der Honig steht als Zeichen für süß, so wünscht sich das Judentum das neue Jahr: süß und rund. Ich war an einem Nachmittag in der Synagoge und habe viel Neues über den Sabbat gelernt. Vier jüdische Kinder gestalteten eine Führung durch die Synagoge für Kinder ab 5 Jahren. Sie erzählen uns, was die wichtigsten Gegenstände sind und warum man beim Beten einen weißen Schal trägt. Viele Sachen habe ich nicht gewusst. Die Kinder erzählen frei und locker, ganz spontan, was ihnen zu diesem Thema einfällt. Das kommt super rüber, denn man traut sich jederzeit Fragen zu stellen, wenn man etwas nicht verstanden hat.

Nachdem uns viel über die Synagoge erzählt wurde, kommen wir mit einer anderen Gruppe zusammen in einen großen Raum mit vielen Tischen, auf denen Papier, Stifte und Kleber bereitliegen. Wir Kinder können Grußkarten basteln, zum Sabbat, oder auf Hebräisch unseren Namen mit Schablonen abzeichnen. Dazu gibt es Apfel mit Honig. Ich habe von vielen Seiten gehört, dass Kinder zu ihren Eltern gesagt haben: „Kann ich hier noch mal hin?“ Ich habe gemerkt, dass es allen viel Spaß gemacht hat, ich würde das Alter auf 5-10 beschränken.Linda Rohrer

Centrum Judaicum, Fr 23.8., 15-17 Uhr, Eintritt frei.

Linda Rohrer ist 13

und wohnt in Lichterfelde-West.

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