Zeitung Heute : Wowereit bleibt trotz Sparkurs beliebtester Politiker

Der Tagesspiegel

Allen Querelen um Sparbeschlüsse und Bundesratsabstimmungen zum Trotz bleibt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) Berlins beliebtester Politiker. In einer Forsa- Umfrage für die „Morgenpost“ belegt er in der Gunst der 1008 Befragten den Spitzenplatz, gefolgt von Wirtschaftssenator Gregor Gysi (PDS). Der ehemalige Kultursenator und kommende CDU-Vorsitzende Christoph Stölzl liegt auf dem vierten Rang. Ganz am Ende der Skala sind CDU-Fraktionschef Frank Steffel und Günter Rexrodt zu finden. Insgesamt kann Rot-Rot weiterhin eine stabile Mehrheit behaupten. Die SPD legt in der Wählergunst sogar um zwei Punkte zu und kommt auf 32 Prozent; die PDS würde 20 Prozent der Stimmen erhalten. Der Opposition ist es dagegen nicht gelungen, sich bei den Wählern als Alternative zu empfehlen. Die CDU liegt bei 24 Prozent, die Grünen bei 10 und die FDP bei 8 Prozent.

Die Sparpläne des rot-roten Senats sind in der Stadt jedoch noch nicht mehrheitsfähig. 41 Prozent der 1008 befragten Bürger halten den Sparkurs für überzogen, 26 Prozent finden ihn richtig. Unter Jüngeren ist die Zustimmung dabei stärker als bei älteren Berlinern. CDU- Sympathisanten lehnen mit 56 Prozent mehrheitlich das Sparprogramm 2002/2003 ab. Selbst bei PDS-Wählern stößt es mit 36 Prozent auf geringere Vorbehalte (ja: 45). Die SPD kann sich bei einem rigorosen Sparkurs auf 54 Prozent ihrer Wähler verlassen (ablehnend: 30). Allerdings fordern viele Grünen- (28 Prozent) und FDP-Wähler (26) noch tiefere Einschnitte. Parteiübergreifend besteht wenig Verständnis, bei Bädern, Kitas oder Privatschulen zu streichen. dpa

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