Zeitung Heute : Wurstsalat ...und das Brot dazu

Von Carmen Krüger

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Der Wurstsalat ist was Schönes, wenn man Gäste hat. Vom Metzger lässt man sich dafür Sülzwurst in hauchdünnen Scheiben geben (200 Gramm für vier Personen), die schneidet man zu Hause in feine Streifen. Dazu kommt ein säuerlicher Apfel, so sauer wie möglich, und zwei mittelgroße Zwiebeln, auch in feinen Streifen. Das wird alles gut vermengt und mit ein bisschen Salz, Pfeffer, Zucker und ganz ordinärer Essigessenz gewürzt. Wer keine hat, nimmt halt ein bisschen mehr normalen Essig. Ein Bier dazu – herrlich.

Für die Gäste kann man auch gleich noch einen Käseaufstrich vorbereiten. Dazu braucht man 120 Gramm weiche Butter, ein Eigelb und 200 Gramm Harzer Käse, so reif wie möglich, alles mit der Gabel zerdrücken. Der Käse, den man heute kriegt, läuft ja leider nicht mehr so wie früher, der ist meist zu hart. Früher, wenn der Harzer zu reif wurde, hat man ihn mit Butter aufgekocht, mit Kümmel und Ei und Sahne – so ist der Kochkäse entstanden. Am besten, man kauft ein möglichst reifes Stück und lässt es ein bisschen stehen. In den Aufstrich kommt noch eine gehackte Zwiebel rein und ein bisschen Pfeffer drüber. Das schmeckt frisch am besten, auf Pumpernickel oder Vollkornbrot. Man kann auch noch ein bisschen Schnittlauch drüber streuen, Radieschen dazu, das sieht schön bunt aus, ist gesund und schmeckt.

Carmen Krüger ist Chefin von Carmes Restaurant in Eichwalde bei Berlin

Allein die Büchse ist den Kauf wert: das süße Pumpernickel aus Soest passt bestens zu dem kräftigen Käseaufstrich. Zu kaufen gibt’s das (3 Euro für 500 Gramm) bei „Brot und Butter“, dem herrlichen Feinkostladen von Manufactum, der an der Hardenbergstraße 4-5 in die Räume von Kiepert eingezogen ist. Da gibt’s auch dunkles Sauerteig- oder französisches Landbrot, Kräuterleberwurst und echte Rollmöpse, ohne Konservierungsstoffe. kip

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