Zeitung Heute : WWW-Studie: Internet 1: Viel größer als angenommen - 550 Milliarden Dokumente im Netz

Weitere Infos unter www.brightplanet.com

Das Internet ist offenbar weitaus größer als bisher angenommen. Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass selbst die besten Suchmaschinen nur an der Oberfläche des riesigen Informationsreservoirs kratzen können. Das amerikanische Unternehmen BrightPlanet schätzt, dass das weltweite Netz etwa 500 Mal so viele Daten umfasst, wie beliebte Suchmaschinen abdecken.

Diese versteckten Informationen sind für viele Nutzer zu einer Quelle der Frustration geworden, weil sie benötigte Daten nicht mit wenigen Mausklicks erreichen können. "Heutzutage geht es den Suchmaschinen ein bisschen wie dem Wetter: Alle beschweren sich über sie", sagte Danny Sullivan, der für SearchEngineWatch.com Suchmaschinen unter die Lupe nahm. Jahrelang wurden die unbekannten Ecken im Internet als "unsichtbares Netz" bezeichnet. Das Unternehmen BrightPlanet zieht den Begriff "tiefes Netz" vor, um den Unterschied zu den Seiten deutlich zu machen, die von den Suchmaschinen an der Oberfläche entdeckt werden. Während der Entwicklung einer neuen Software kam BrightPlanet zu dem Schluss, dass im Netz etwa 550 Milliarden Dokumenten gespeichert sind. Alle Internetsuchmaschinen zusammen können etwa eine Milliarde Seiten durchforsten. Eine der ersten von ihnen, Lycos, hatte Mitte 1994 Zugriff auf 54.000 Seiten.

Seit damals sind die Suchmaschinen weiterentwickelt worden. Sie können jedoch nicht mehr Seiten durchsuchen, weil immer mehr Informationen in riesigen Datenbanken von Regierungen, Universitäten und Unternehmen gespeichert sind. BrightPlanet durchsucht bei einer Anfrage nicht nur die von den traditionellen Suchmaschinen aufgelisteten Seiten, sondern taucht auch in Datenbanken ein. Das Unternehmen räumt jedoch ein, dass "LexiBot" nicht für jeden geeignet ist. Nach einem 30tägigen Test sind 90 Dollar fällig. Zum zweiten arbeitet "LexiBot" langsam. Eine Suche kann zwischen zehn und 25 Minuten dauern, umfangreiche Anfragen bis zu 90 Minuten.

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