Zeitung Heute : ZAHLEN UND FAKTEN

Psychische Erkrankungen

sind häufig. 25 Prozent der Berliner haben einmal eine behandlungsbedürftige psychische Störung oder Erkrankung durchlebt. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass diese Krankheitsgruppe im Jahr 2020 der häufigste Grund für Frühpensionierungen sein wird.

Die Depressionen ist die häufigste psychische Erkrankung. Sie kann jeden treffen – unabhängig von Beruf, Alter und sozialem Status. In Deutschland sind etwa vier Millionen Menschen daran erkrankt. Rund 350 000 Berliner leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einer Depression.

Frauen trifft es doppelt so häufig wie Männer. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer bei Männern aus, da diese dazu neigen, ihre depressiven Symptome zu verleugnen. Kinder von Eltern, die unter einer Depression leiden, haben ein etwa 50-prozentiges Risiko, selber depressiv zu werden.

Körperliche Beschwerden wie Magen-, Kopf- oder Rückenschmerzen stehen häufig in Zusammenhang mit einer depressiven Störung. Die körperlichen Symptome machen es oft schwer, eine Depression zu diagnostizieren. Dabei ist die frühzeitige Behandlung wichtig, denn Depression ist eine schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung. Zehn bis 15 Prozent der Betroffenen sterben durch Selbstmord.

Depressionen sind heilbar und können mit Therapien und Medikamenten erfolgreich behandelt werden. Etwa fünf Prozent der Depressionen sind saisonal bedingt und können mit einer Lichttherapie versorgt werden. lwi

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