Zeitung Heute : Zahlen und Fakten

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GALLENSTEINE: Sie entstehen in der Gallenblase, wo im Überschuss vorhandenes Cholesterin Klumpen bilden kann. Die Galle ist nicht mehr in der Lage, das Cholesterin in Lösung zu halten: die Gallenflüssigkeit verklumpt. Diese Klumpen wachsen, härten durch Kalziumanlagerungen aus. 70 bis 80 Prozent der Menschen mit Gallensteinen müssen jedoch nicht behandelt werden. Verstopfen die Steine aber den Gallengang oder wandern in die Bauchspeicheldrüse ab, entwickeln sich Koliken, also extrem schmerzhafte Krampf- Anfälle.

DIAGNOSE: Mit Ultraschall kann der Arzt feststellen, ob sich Steine in der Galle befinden und wie groß diese sind. Eine Laboranalyse des Blutes gibt Auskunft darüber, ob ein Gallenstein die Abflüsse der Galle blockiert. Röntgenuntersuchungen klären, ob die Steine durch Kalzium bereits verhärtet sind. Die Gallenwege lassen sich sehr gut mit der Magnetresonanz-Tomografie (MRT) darstellen.

THERAPIE: Gallensteine, die noch klein und nicht verkalkt sind, lassen sich mit Cholesterin senkenden Präparaten bekämpfen. Sie führen dazu, dass sich die Steine innerhalb von Monaten langsam auflösen. Hat ein Patient nur einen Stein, der kleiner als zwei Zentimeter und noch weich ist, kann man diesen durch gezielte Schallwellenstöße zertrümmern. Medikamente und Stoßwellen verhindern aber nicht, dass sich neue Steine bilden. Das kann nur eine Operation erreichen. HS

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