Zeitung Heute : Zartes Pflänzchen

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Die Banken sind sich einig: Die größte Gefahr für das zarte Pflänzchen Aufschwung sind die laufenden Lohnrunden. „Ein Arbeitskampf in der Metallindustrie würde nicht nur zu Produktionsausfällen führen, „sondern auch die Stimmung von Investoren und Konsumenten empfindlich beeinträchtigen“, sagte Martin Hüfner, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschafts- und Währungspolitik des Bundes deutscher Banken (BdB) gestern in Berlin. Der Verband rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum von rund einem Prozent. Im kommenden Jahr soll das Wachstum auf 2,3 Prozent anziehen. Im Gegensatz zur Bundesregierung und den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten geht der Bankenverband jedoch nicht von einer kontinuierlich ansteigenden Belebung noch in diesem Jahr aus. Das Wachstum im ersten Halbjahr werde zwar generell unterschätzt. „Wir glauben jedoch nicht, dass dieses anfängliche Strohfeuer ausreicht, um die Konjunktur in Schwung zu bringen." Der Tarifabschluss in der Chemiebranche im Gesamtvolumen von 3,6 Prozent dürfe angesichts der anhaltenden Ertragsprobleme in vielen Sektoren nicht auf die gesamte deutsche Wirtschaft übertragen werden. Der BdB fordert unter anderem ertragsabhängige Lohnanteile in den Flächentarifvertrag einzuführen, die den Unternehmen Luft zum Atmen lassen. lha

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