Zeitung Heute : Zauber-Geschichten: 1x Chinesische Mauer und zurück

Harald Martenstein

Harry Potter kennt jeder. Die Harry-Potter-Romane sind natürlich erfunden, Zauber-Geschichten, die eine Frau in England sich ausdenkt. Gibt es echte Zauberer? Zauberer, die wirklich zaubern können? Angeblich nicht. Das sind alles Tricks. Sagt man.

Der berühmteste unter den echten Zauberern heißt David Copperfield. David Copperfield ist einmal durch die chinesische Mauer durchgegangen. Die chinesische Mauer ist Tausende von Kilometern lang und ein paar Meter dick. Sie wurde gebaut, um China vor seinen Feinden zu schützen. Aber er ist hindurchmarschiert wie durch Grütze und war plötzlich auf der anderen Seite. Außerdem hat Copperfield die Freiheitsstatue in New York verschwinden lassen. Hebt seinen Zauberstab und - schwups! - weg ist sie, die Freiheitsstatue. Aber am besten gefällt mir das Zauberkunststück, in dem er sich selber in den kleinen Jungen verwandelt, der er einmal war. Der erwachsene Zauberer Copperfield erzählt den Zuschauern, dass er in einer Gegend aufgewachsen ist, wo es fast nie schneite. Wie gerne hätte er als Kind einmal Schnee gesehen! Dann verwandelt er sich, er schrumpft, er wird wieder ein Junge. Und es schneit. Dicke Flocken.

Sind das wirklich Tricks? Ich weiß nicht. Kein Mensch hat eine Ahnung, wie er das anstellt. Außerdem hat David Copperfield die berühmte Claudia Schiffer in sich verliebt gemacht, auch das mit einem Zaubertrick, vermute ich mal. Jetzt aber hat Claudia Schiffer einen neuen Freund: Zaubersprüche halten eben nur für eine bestimmte Zeit. Das ist bei Harry Potter genauso.

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