Zeitung Heute : ZDF-Intendant Stolte bescheinigt Arte-Präsidenten gute Arbeit

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NDR-Intendant Jobst Plog, 58, kann über den 31. Dezember 2000 hinaus weitere zwei Jahre Präsident des deutsch-französischen Fernsehsenders Arte bleiben. Das bestätigte ZDF-Intendant Dieter Stolte jetzt der "Funkkorrespondenz". Ursprünglich sollte in der Mitte der deutschen Amtszeit gewechselt werden und ein ZDF-Mann den ARD-Vertreter Plog für die anderen beiden Jahre der deutschen Arte-Präsidentschaft ablösen. Der NDR-Intendant steht seit dem 1. Januar 1999 an der Spitze des in Straßburg und Baden-Baden ansässigen Kanals.

Stolte begründete seine Entscheidung damit, dass sich Plog in kurzer Zeit erfolgreich in das neue Amt eingearbeitet habe und das "nicht einfache Geschäft mit gutem Erfolg" betreibe. Der ZDF-Intendant ist seit dem 1. Januar als Plogs Nachfolger Vorsitzender der Arte-Mitgliederversammlung.

Erster Arte-Präsident war von 1991 bis 1998 der Franzose Jérome Clément. Als die Wahl für dessen deutschen Nachfolger anstand, hatte das ZDF Bedenken, dass Plog gleichzeitig die Ämter des NDR-Intendanten und des Arte-Präsidenten ausüben sollte. Mit Gottfried Langenstein hatte man zunächst einen eigenen Kandidaten für das Amt.

Plog war dann jedoch am 7. Oktober 1998 gewählt worden, und zwar für vier Jahre - ohne zeitliche Beschränkung. Der vorgesehene Amtswechsel nach zwei Jahren basierte auf einer Abmachung zwischen ARD und ZDF, in stillem Konsens mit dem französischen Partner La Sept-Arte. Die NDR-Gremien haben Plog bisher erst eine Freigabe für die ersten beiden Jahre erteilt. Einer Erweiterung auf vier Jahre dürfte nach dem Signal des ZDF nun auch von Seiten des NDR nichts entgegenstehen.

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