ZEITGESCHICHTE IM INTERNET : Die Revolution und ihr Kalender

Zeitgeschichte auf einen Klick bietet das seit Dienstag freigeschaltete Internetportal www.friedlicherevolution.de. Das Portal ist von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen, dem Freistaat Sachsen und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung konzipiert und mit insgesamt 180 000 Euro finanziert. Es bietet Beiträge über die Ereignisse von 1989/90, Interviews mit Experten und Zeitzeugen, Rezensionen von Büchern, Ausstellungen und Filmen sowie einen umfassenden Erinnerungs- und Veranstaltungskalender, der von den Nutzern selbst auch angereichert werden kann. Die interaktive Plattform „Archiv der Auseinandersetzung“ soll zum breiten Diskurs über die historischen Ereignisse anregen. Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Aufarbeitung, wies bei der Vorstellung des Portals darauf hin, dass für 2009, dem 20. Jubiläumsjahr der friedlichen Revolution, bei der Stiftung Anträge auf Projektförderung im Umfang von elf Millionen Euro eingegangen seien, der Haushalt der Stiftung aber nur drei Millionen Euro umfasse. Er bekräftigte deshalb seinen Appell an die Regierungschefs der neuen Länder und Berlins, die im Rechtsstreit um die „Novum“-Millionen, einen Bestandteil des SED-Vermögens, erlösten Gelder in die Aufarbeitung zu investieren. Damit werde „ein echtes Stück ausgleichender Gerechtigkeit geschaffen“. In Berlin und anderen Bundesländern gibt es bereits eigene Internetportale zur friedlichen Revolution. So erinnert www.89-90.sachsen.de ebenso an das Geschehen von damals wie in Berlin www.mauerfall09.de oder seit Dienstag auch www.20Jahre.sachsen-anhalt.de. sc

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