Zeitung Heute : ZEITREISE

Vertraute Fremde

Martin Schwarz

Aus Versehen landet Thomas im Städtchen seiner Kindheit, wo er am Friedhof in Ohnmacht fällt. Als er erwacht, ist er wieder 14 Jahre alt und in den späten Sechzigern. Bald konzentriert sich der junge Thomas nur noch auf ein Ziel: Er muss herausfinden, warum sein Vater damals plötzlich die Familie verlassen hat – und dies verhindern. Sam Gabarski hat ein Gespür für gute Geschichten. Nach seinem fulminanten Regiedebüt „Der Tango der Rashevskis“ und dem trotz einiger Schwächen in der Inszenierung unwiderstehlichen „Irina Palm“ nimmt er den Zuschauer nun mit auf eine farbenprächtige Zeitreise. Dabei lebt der Streifen primär von den Abenteuern des jungen Thomas – und von dem ganz eigenen Film, den er in vielen Zuschauern auslösen dürfte. Wie wäre das wohl: noch einmal zurückreisen und vielleicht korrigieren? Stimmig. Martin Schwarz

„Vertraute Fremde“, B/Lux/F/D 2009, 98 Min., R: Sam Gabarski, D: Pascal Greggory, Léo Legrand, Alexandra Maria Lara

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