Zeitung Heute : ZETTELKASTEN

Nah am Wasser gebaut

Pflanzen an den Ufern der Gewässer des Britzer Gartens ist morgen das Motto einer botanischen Führung. Sie beginnt um 11 Uhr, Pavillon des Freilandlabors Britz (Eingang über Buckower Damm). Die Teilnahmegebühr beträgt 2,30 Euro (ermäßigt 1,50 Euro, Kinder zwischen sechs und 14 Jahren ein Euro) zuzüglich Garteneintritt. Tsp

Petersilie wächst auch

auf schattigen Balkonen

Auch auf Schattenbalkonen müssen Hobbygärtner nicht auf selbst gezogene Kräuter verzichten: Petersilie und Schnittlauch zum Beispiel gedeihen auch ohne Sonne, rät die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA). Im Halbschatten wachsen außerdem Walderdbeeren, Rucola und Zitronenmelisse. Und für die Maibowle kann im Schatten Waldmeister angebaut werden. dpa

Chemischer Schutz überflüssig

Wenn die Holzart stimmt, könne auch im Freien weitgehend auf chemischen Schutz für Bauteile verzichtet werden, heißt es beim „Holzabsatzfonds“. Für Zäune, Pergolen, das Gartenhäuschen oder Terrassenplanken empfiehlt die Institution beispielsweise Lärche und Douglasie. Für Spielgeräte wie Schaukel oder Klettergerüst seien dagegen Hölzer wie Eiche und Robinie mit ihrer splitterfreien Oberfläche ideal. dpa

Ein bisschen Wildnis wagen

Der Klimawandel bedroht weltweit Tausende Tier- und Pflanzenarten. Im heimischen Garten kann jeder einen kleinen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten. Helfen können Gärtner zum Beispiel, indem sie für Tiere Aufenthalts- und Rückzugsorte schaffen – oder diese zumindest nicht durch zu große Ordnungsliebe zerstören. Gartenbesitzer sollten einfach mal ein bisschen Wildnis in ihrem Garten wagen, rät Julian Heiermann, Zoologe und Experte beim Naturschutzbund in Berlin. Denn in einem aufgeräumten Garten mit penibel geschnittenen Wiesen und Hecken siedeln sich viele Tiere nur ungern an. Ähnlich wie in der Landwirtschaft sorgt Sterilität im Garten dafür, dass sich Schädlinge vermehren. Die Nützlinge aber bleiben fern, weil sie keinen Schutzraum finden, erläutert Heiermann. Das Immunsystem der Natur wird also zerstört. Ein bisschen Wildnis, das bedeute aber keineswegs, den Garten total verwildern zu lassen. Es reicht, in einer kleineren, wenig benutzen Ecke nicht gleich alles herauszureißen, was nicht vom Gärtner gesät wurde. So ist beispielsweise die Brennnessel Lebenselixier für Schmetterlinge. Wer zudem Wildblumen sät, hat nicht nur eine Freude für das eigene Auge – er bietet auch Lebensraum für viele Laufkäfer, die natürlichen Feinde vieler schädlichen Käfersorten. Gleichfalls gehört Laub nicht zwangsweise in die Abfalltonne. Aufgetürmt zieht es Igel an, auf deren Speiseplan unter anderem die bei Gärtnern ungeliebten Schnecken stehen. Auch beim Schneiden der Hecken sollten Gärtner zurückhaltend sein, damit sich Gartenvögel niederlassen können. Und wer einen Gartenteich hat, sollte auf Fische verzichten. Dann kommen andere Tiere wie Frösche, Libellen und Wasserkäfer zu Besuch. Denn Fische haben einen zu großen Appetit. dpa/Tsp

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