Zeitung Heute : ZETTELKASTEN

Schärfen, einfetten, entrosten

Gutes Gartenwerkzeug kann Jahrzehnte halten – allerdings nur, wenn es ordentlich gepflegt wird. Nach dem Ende der Gartensaison sollten sich Hobbygärtner jetzt im Winter ein wenig Zeit dafür nehmen: Messer im Rasenmäher oder Heckenscheren werden zunächst geschärft und anschließend eingefettet oder mit Parafinöl behandelt. Auch Schnittmesser werden am besten regelmäßig geschliffen und geölt, weil sie aus Stahl sind und ansonsten rosten können. Um Bodenbearbeitungsgeräte zu entrosten und einzufetten, müssen sie vorher gründlich vom Schmutz befreit werden. dpa

Nur reife Kaki-Früchte essen

Kakis schmecken am besten, wenn sie fast überreif sind. Dann überlagert ihr hoher Zuckergehalt den hohen Gerbstoffgehalt (Tannin), erläutert der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Unreife Kakis sind dagegen bitter und ziehen den Mund zusammen. Haut und Kerne sollten vor dem Verzehr immer entfernt werden, dann können sie roh oder als Kompott gegessen werden. Reife Kakis sind sehr empfindlich und nur kurze Zeit haltbar. Optisch ähneln sie Tomaten. Im Geschmack erinnern Kaki-Früchte an eine Mischung aus Aprikose, Quitte und Birne. Sie enthalten große Mengen Vitamin A. dpa

Schutzmechanismen

Gestern noch wirkte der große immergrüne Schneeball (Viburnum rhytodophyllum) völlig gesund. Aber über Nacht hat es kräftig gefroren und nun rollen sich seine Blätter und hängen dramatisch. Der Strauch wirkt so, als würde er sich nie mehr erholen. Doch diese Sorge ist unbegründet, gibt der Zentralverband Gartenbau (ZVG) Entwarnung. Das Rollen der Blätter ist ein Schutzmechanismus. Das gerollte Blatt bietet dem Frost weniger Angriffsfläche. Es leidet also erheblich weniger als wenn es sich völlig eben dem Frost aussetzen würde. Doch der Schneeball steht mit dieser Taktik nicht allein da. Auch an den empfindlicheren Kamelien, an den Rhododendren und vielen anderen immergrünen Gehölzen lässt sich das Rollen der Blätter bei Frost beobachten.

Dagegen fallen viele der immergrünen Stauden bei Kälte förmlich in sich zusammen. Sie schmiegen sich dicht an den Boden, um den Minusgraden zu entkommen. Charakteristisch für sie alle ist, dass das Laub sich schon wenige Stunden nach Beginn des Tauwetters streckt, entrollt oder aufrichtet und wieder völlig normal aussieht.

Nicht verwechselt werden darf diese Reaktion mit dem Zusammenrollen und Hängen bei zunehmender Trockenheit, das sich ebenfalls an Immergrünen im Winter beobachten lässt. Besonders dramatisch fällt es beim Bambus aus, der mit gerollten Blättern förmlich nach Wasser schreit. Auch diese Pflanzen versuchen ihre Oberfläche zu verkleinern und so die Verdunstung zu verringern. So rasch wie möglich zu gießen, ist dann die richtige Reaktion. Geht das aufgrund der Kälte nicht, sollte mit Tüchern schattiert werden, damit Wind und Sonne die Verdunstung nicht noch zusätzlich steigern. dpa

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben