Zeitung Heute : Zu meinem Ärger

Der Tagesspiegel

Herr Keese, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Über Günter Rexrodt. Er ist Landesvorsitzender der Berliner FDP, gleichzeitig aber im Vorstand der PR-Beratungsfirma WMP Eurocom. Einer seiner Kunden ist der Energieversorger BP. Rexrodt macht in Redaktionen –auch bei uns–aktive Lobbyarbeit für die BP. Das ist ein wirklich ärgerlicher Verstoß gegen die politische Hygiene.

Gibt es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

„Die Welt“ hat die Rechtschreibreform geschickt auf die Agenda zurückgeholt. Die „Wirtschaftswoche“ hat ein originelles Titelbild zur „Cebit“ gedruckt (Computer-Mäuse mit Brillanten besetzt). hat mit Peter Glotz einen guten Tagebuchschreiber beim EU-Konvent. Und unser Aufmacher vom Freitag („Schröder verschärft EU- Schelte“) ist gleichzeitig als Aufmacher der englischen FT gelaufen–ein schöner Erfolg für unser Berliner Büro.

Christoph Keese ist Chefredakteur der „Financial Times Deutschland“.

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