Zeitung Heute : ZUM ABSCHIED

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Foto: Privat





Professor Jürgen Renn, Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Berlin.

Hans N. Weiler, Professor emeritus der Stanford University und Mitglied des International Council der Freien Universität Berlin

Professor Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München.

Dieter Lenzen hat uns eine Vision hinterlassen: Die Wiederbelebung des alten Campus Dahlem – wie er zu Zeiten der einstigen Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft bestand – durch eine noch engere Kooperation zwischen Freier Universität und den Berliner Max-Planck-Instituten. Daran sollten wir auch nach seinem Weggang weiter arbeiten. Für Hamburg wünsche ich ihm ebenso großen Erfolg und genau so viele produktive Auseinandersetzungen.

Udo Marin, Geschäftsführer des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller

Der Wechsel von Herrn Lenzen nach Hamburg ist ein Verlust für die Freie Universität, die Stadt Berlin und die Berliner Wissenschaft. Ich habe an ihm vor allem seine positive Ungeduld, seine argumentative Kraft und seine Konfliktbereitschaft geschätzt. Und ich hoffe, dass er Berlin nicht ganz aus den Augen verliert und wir ihn in ein paar Jahren hier wiedersehen – vielleicht sogar als Regierenden Bürgermeister.

Ich hätte noch vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten, was die Freie Universität heute im nationalen und internationalen Vergleich darstellt. Dieter Lenzen hatte den Mut, die internationale Orientierung der Freien Universität dem Rat und der Kritik eines Gremiums von Experten aus aller Welt zu unterwerfen – die Früchte können sich sehen lassen. Zum Erfolgsrezept seiner Amtszeit zählt, Leistungsorientierung und Teamarbeit miteinander zu verbinden.

Dieter Lenzen hat an der Freien Universität Berlin große Gestaltungskraft entfaltet, weil er durchblickt, ein riesiges Hirn hat und Konflikte zwar nicht gesucht, sie aber angenommen hat, wo sie sein mussten. Nicht streitsüchtig aber maximal konfliktfähig – nur so sind Tanker über Hohe See zu bringen. Da ist er jetzt in der Freien und Hansestadt Hamburg genau richtig. Möge er seine jungenhafte Unbekümmertheit nicht verlieren.

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