Zeitung Heute : Zum Ende hin

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Was wird diese Woche wichtig?

KantherProzess: Mit der Vernehmung eines Zeugen und eines Sachverständigen wird der Prozess um die Schwarzgeld-Affäre der Hessen-CDU am Montag fortgesetzt. Neben dem Ex-Finanzberater des CDU-Landesverbandes, Horst Weyrauch, der sich wegen Beihilfe zur Untreue verantworten muss, sitzen der ehemalige Bundesinnenminister und langjährige hessische CDU-Spitzenfunktionär Manfred Kanther sowie der damalige Landesschatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein wegen Untreue-Verdachts auf der Anklagebank. Mit den Vernehmungen neigt sich das Verfahren möglicherweise seinem Ende zu. Eine vorab erstellte Zeugenliste ist damit abgearbeitet. Wenn keine weiteren Beweisanträge gestellt werden, könnten dann die Plädoyers und das Urteil folgen.

Die Pisa-Studie wird diese Woche weiter eine Rolle spielen. Am Montag werden die Kultusminister und der deutsche Pisa-Koordinator Andreas Schleicher die Ergebnisse der Pisa-II-Studie offiziell vorlegen, nach denen die deutschen Schüler wieder nur mäßig abgeschnitten haben. Am Dienstag nimmt Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) Stellung zu den Ergebnissen.

Am Freitag ist der Internationale Tag der Menschenrechte . Am Dienstag äußert sich aus diesem Anlass die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, dabei wird auch Schröders China-Reise Gegenstand der Erörterung sein. Am Mittwoch äußert sich auch Amnesty International. Und am Samstag verleiht die Stadt Weimar den Menschenrechtspreis. Preisträger ist Paul Polansky, geboren am 1. Februar 1942 in Mason City in Iowa (USA) als Kind deutscher und tschechischer Auswanderer. Polansky verließ aus Protest gegen den Vietnamkrieg die USA und lebte in Europa. 1990 ließ er sich in Prag nieder und widmete sich den diskriminierten Roma und Sinti, über deren Schicksal er insgesamt neun Bücher veröffentlichte.

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