ZUR PERSON : ZUR PERSON

RÜCKKEHRER

Nach seiner Entmachtung als Parteichef und Vizekanzler im Frühjahr 2011 hatte sich Guido Westerwelle fast vollständig aus der Innenpolitik zurückgezogen und Nachfolger Philipp Rösler das Feld überlassen. Seit Jahresanfang mischt er sich wegen der FDP-Existenzkrise wieder stärker in den Kampf ein. Parteifreunde setzen auf seine Hilfe bei den Landtagswahlen.

ANTIDIPLOMAT

Lange tat sich Guido Westerwelle schwer mit dem Amt des Außenministers. Im Inland setzte er weiter auf knallharte Konfrontation, sein Auftreten passte nicht zur Aura eines Chefdiplomaten. Schließlich meuterte sogar die eigene Partei. Als er im Sommer 2011 den Sieg der libyschen Rebellen als eigenen Erfolg verkaufte, stand er kurz vor der Ablösung.

SPÄTANKÖMMLING

Seither hat Westerwelle seinen Stil weiter verändert und bearbeitet ohne Aufsehen schwierige Probleme, die keine schnellen Lorbeeren versprechen. Auch ihm gegenüber kritische Diplomaten sagen, er sei nun im Amt angekommen.

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