Zeitung Heute : Zurück am Tatort

Eduard Zimmermann löst wieder ein „Aktenzeichen XY“

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Eduard Zimmermann, Vater der ZDFSendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“, feiert ein kleines Comeback. In der 350. Ausgabe am kommenden Freitag (ZDF, 20 Uhr 15) tritt der 73-Jährige als Gast von Moderator Rudi Cerne auf. Zimmermann steht damit fünf Jahre nach seinem Abtritt als „XY“-Moderator erstmals wieder in der Sendung vor der Kamera. Er bittet die Zuschauer um Aufklärung in einem Fall, der ihn „nicht in Ruhe gelassen“ habe, wie Zimmermann am Mittwoch sagte. Es geht um den Mord an der elfjährigen Ursula Herrmann am Ammersee im Jahr 1981. In der Jubiläumssendung will Zimmermann den Fall noch einmal neu aufrollen und mit Hilfe des Publikums klären. Das Mädchen war damals auf dem Nachhauseweg von der Schule von einem oder mehreren Tätern aufgegriffen worden und in eine Kiste gesteckt worden, in der sie qualvoll erstickte.

Seit seinem Abschied 1997 hat sich die Fernsehlandschaft nach Zimmermanns Einschätzung stark verändert. „Ich habe immer geglaubt, es sei nicht möglich, im TV noch große Ereignisse unterzubringen – und dann kam Günther Jauch“, sagte Zimmermann mit Blick auf die starke Konkurrenz durch die RTL-Show „Wer wird Millionär?“. „Doch wir haben unser Stammpublikum.“ Rund vier bis fünf Millionen Zuschauer schalten jedes Mal die Sendung ein.

Nach Zimmermann übernahm der Hamburger Anwalt Butz Peters die Moderation. Im Januar 2002 wurde er von Sportreporter Rudi Cerne abgelöst. Mit der Entwicklung der Sendung werde es aber weitergehen, kündigte Zimmermann. „Sie wird im kommenden Jahr aufpoliert.“ Seit Beginn von „Aktenzeichen XY...ungelöst“ wurden 3228 Fälle behandelt. 1880 Personenfahndungen strahlte die Sendung aus. Davon wurden 1182 aufgeklärt und 914 Verbrecher festgenommen. dpa

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