Zeitung Heute : Zurückhaltung trotz umfangreicher Angebote

KNA

Internet-Begräbnisse haben sich in Deutschland nicht durchgesetzt. Virtuelle Gedenkstätte kämpften mit großen Akzeptanzproblemen, sagt der Leiter der "Hall of memory", Jürgen Schmidkowski.. Rund hunderttausend Schaulustige besuchten pro Monat die Internet-Gedenkstätte Diesen stünden lediglich 200 Gedenkeintragungen gegenüber. Mehr als fünf virtuelle Leichen würden derzeit monatlich nicht beerdigt, so Schmidkowski. Hauptgrund für die Zurückhaltung sei die Tatsache, dass Tod und Begräbnis stark ritualisiert und automatisiert seien. Zudem liege es im Trend, den Aufwand für Bestattungen möglichst gering zu halten. In der "Hall of memory" können Interessenten ihren Angehörigen seit Mai 1998 gegen ein Entgelt von 398 Mark eine virtuelle Gedenkstätte einrichten. Diese kann individuell mit der Lieblingsmusik des Verstorbenen, persönlichen Bildern, Urlaubsvideos oder Gedichten gestaltet werden.

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