Zeitung Heute : Zuviel Show-Talk

Der Tagesspiegel

Viele Zuschauer kritisieren die „Selbstinszenierung“ von Politikern in Talkshows. Davon betroffen sind besonders die Runden von Maybrit Illner, Sabine Christiansen und Erich Böhme. Dennoch erhalten Christiansen und Illner, beide Aushängeschilder ihrer Sender im Polit-Talk, in einer repräsentativen ARD/ZDF-Umfrage mit die besten Noten. Sabine Christiansen kommt hinter Fritz Pleitgen (71 Prozent geben ihm Note eins und zwei) in der Bewertung der Polit-Moderatoren auf Platz zwei mit 70 Prozent. Dahinter folgen Maybrit Illner (65 Prozent) und ZDF-Moderator Ruprecht Eser („halb zwölf“) mit 60 Prozent.

Zuviel Selbstinszenierung von Politikern beklagen 44 Prozent der Zuschauer von Christiansen. Bei Illners „Berlin Mitte“ (ZDF) sind 32 Prozent dieser Meinung. „Eher verwirrend als aufklärend“ finden 19 Prozent die Diskussionen bei Christiansen. Dahinter folgen „Friedman“ (ARD) mit 17 Prozent vor „Talk in Berlin“ (13 Prozent) und „Berlin Mitte“ (11 Prozent). 30 Prozent finden, dass Christiansen „manchmal die Diskussion nicht mehr im Griff“ habe. Dahinter rangiert Illner (18 Prozent).

Die höchsten Werte erzielt Sabine Christiansen auch bei den Bewertungen „Lässt die Gäste zu lange reden“ (21 Prozent sind dieser Ansicht) und „Mischt sich zu wenig ein“ (13 Prozent). Besonders kontrovers wird Michel Friedman beurteilt. 46 Prozent der Zuschauer finden, dass er mit den Gästen zu hart ins Gericht gehe. Insgesamt wurden die Meinungen von über 4000 Deutschen im Zeitraum von Oktober bis Dezember des vergangenen Jahres eingeholt. dpa

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